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Ratgeber
Orientierungshilfevon: Hannes Rügheimer
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Navigationssysteme stehen im Kundeninteresse nach wie vor ganz oben – mehrere Millionen Geräte wandern jedes Jahr über den Ladentisch. Doch die Auswahl ist riesig, das Angebot unübersicht. MEGATEST weist Ihnen den Weg durch den Navigations-Dschungel.
Festeinbau-Geräte mit Bildschirm
Am längsten auf dem Markt präsent sind Festeinbau-Navigationsgeräte mit Bildschirm. Es gibt sie in verschiedenen Bauformen: als Grundgerät mit separatem, zum Beispiel auf der Cockpit-Oberseite montierbarem Bildschirm, als Doppel-DIN-Einbaugerät für doppelt hohe Radioschächte oder sogar als Kompaktgeräte im 1-DIN-Radioformat, mit motorisch ausfahrbarem Klapp-Bildschirm.
Der große Vorteil von Bildschirm-Navigationsgeräten ist die Kartendarstellung: sie bringt Übersicht, gerade bei komplizierten Routenführungen und erlaubt überdies eine Vielzahl von Komfort-Funktionen. Ihr wesentlicher Nachteil: der Preis. Bildschirmgeräte zum Festeinbau (nicht zu verwechseln mit den später vorgestellten Navi-Portables) gibt es erst ab etwa 1600 Euro aufwärts. Hinzu kommen Einbaukosten.
Navi-Autoradios
Autoradios mit integrierter Navigations-Funktion sind günstiger als die aufwändigeren Bildschirmgeräte und bieten zudem beim Einbau Vorteile. Im Idealfall lässt sich ohne großen Zusatzaufwand ein vorhandenes Autoradio gegen ein navigations-taugliches Modell auswechseln. In jedem Fall ist beim Einbau jedoch die Montage der GPS-Antenne an geeigneter Stelle notwendig.
Es gibt allerdings nur sehr wenige Navi-Radios, die auf ihrer schmalen Gerätefront mit der Anzeige von Straßenkarten aufwarten können. Die meisten Geräte bieten nur die Darstellung von symbolischen Abbiege-Hinweisen („Pfeildarstellung“), kombiniert mit Sprachanweisungen.
Navigations- Autoradios gibt es ab etwa 600 Euro. Dass diese Geräte neben ihrer Navigations-Funktion auch noch das übliche Entertainment-Angebot wie Radioempfang, CD- und MP3-Wiedergabe bieten, ist schon fast selbstverständlich. Dasselbe trifft im übrigen aber auch für die meisten Bildschirm-Navigationsgeräte zu. Bei einigen Geräten ist zudem sogar noch eine Freisprecheinrichtung oder ein integriertes Autotelefon enthalten.
Portable Navi-Geräte
Zahlenmäßig die größte Verbreitung haben heutzutage portable Navigationsgeräte – die typischen tragbaren Mini-Navis von Herstellen wie Tomtom, Garmin, Navigon, Falk und vielen anderen. Die günstigsten Geräte gibt es bereits ab 100 Euro, empfehlenswerte Modelle liegen bei 150 bis 250 Euro, und selbst die voll ausgestattete Luxusklasse kommt im Preis heute kaum über 400 Euro.
Außerdem ist in der Regel kein Festeinbau ins Fahrzeug notwendig. Das spart Kosten und macht die Geräte überdies sehr flexibel nutzbar – sie können beispielsweise in unterschiedlichen Fahrzeugen eingesetzt werden, auch mal im fremden Urlaubsland in einem Mietwagen und zumindest bei dafür geeigneten Modellen sogar außerhalb des Fahrzeugs, etwa auf dem Fahrrad oder zu Fuß.
Alle notwendigen Bauteile und Funktionen sind im Gehäuse integriert: ein Touchscreen zur Kartendarstellung und Bedienung, die GPS-Antenne, der Speicher für die digitalen Straßenkarten und die Elektronik. Außerdem besitzen die meisten Portables einen Akku, der sie für einige Stunden auch ohne separate Stromversorgung nutzbar macht. Zum Lieferumfang der meisten Geräte zählt aber auch ein Auto-Ladegerät, das im Zigarettenanzünder eingesteckt wird, und das Gerät aus dem 12-Volt-Bordnetz speist.
Es ist grundsätzlich möglich, ein portables Navigationssystem auch fest ins Fahrzeug einzubauen. Viele Hersteller bieten dafür spezielle Montage-Kits an, die dann zum Beispiel auf einer nachgerüsteten Konsole im Cockpit oder an den Lüftungsschlitzen befestigt werden können. Bei dieser Gelegenheit kann auch eine versteckte Anbindung ans 12-Volt-Netz sowie bei Bedarf der Anschluss an eine separate beziehungsweise externe GPS-Antenne erfolgen. Das Gerät selbst bleibt dann trotzdem portabel – es kann ausgeklinkt und autark in anderen Fahrzeugen oder mobil genutzt werden.
Handys, Smartphones und PDAs
Mobiltelefone oder Taschencomputer mit eingebautem oder separat angebundenem GPS-Empfänger und Navigations-Software sind mittlerweile die Einstiegsklasse beim Thema Navigation. Insbesondere wenn das Gerät ohnehin schon vorhanden ist, fallen für die notwendigen Ergänzungen an Hardware (vor allem eine per Bluetooth oder Kabel angebundene GPS-Antenne) und Software (Navigations-Programm und Straßenkarten) Zusatzkosten von kaum mehr als 100 bis 150 Euro an.
Bis etwa 2004 boten die so genannten PDAs („Personal Digital Assistant“) den günstigsten Einstieg in die Navigation. Diese Gerätekategorie ist heute allerdings weitgehend vom Markt verschwunden. Ihren Platz haben die so genannten Smartphones eingenommen: sie enthalten dieselben Funktionen, die früher PDAs aufwiesen, besitzen aber zusätzlich ein eingebautes Mobiltelefon.
Allerdings ist diese Lösung nur für Gelegenheitsnutzer zu empfehlen – für häufigen Einsatz sind die Bildschirme zu klein, die Lautsprecher zu leise und die Bedienung zu unbequem und unsicher. In diesem Zusammenhang sei auch darauf hingewiesen, dass es dem Fahrer gesetzlich verboten ist, ein Handy während der Fahrt in die Hand zu nehmen.
Mobiltelefone mit eingebautem GPS-Receiver bieten darüber hinaus aber den Vorteil, dass sie sich auch außerhalb des Autos verwenden lassen – etwa zu Fuß beim Einkaufsbummel in einer fremden Stadt. Die neueste Generation von GPS-Handys besitzt zu diesem Zweck zusätzliche Ausstattungsmerkmale wie etwa einen Kompass, der auch bei langsamer Bewegung oder beim Stehenbleiben die Himmelsrichtung erkennt, in die das Mobiltelefon und sein Benutzer gerade weisen.
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